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The Passive-On project has been promoted and coordinated by the end-use Efficiency Research Group of Politecnico di Milano

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.:: Gestaltungsprinzipien ::.

Der aktuelle Passivhausstandard wurde für heizlastdominierte Klimate entwickelt, und tatsächlich befinden sich die meisten existierenden Passivhäuser in Österreich, Deutschland, Nordfrankreich, Schweden und der Schweiz. Es gibt einige Gebäude nach Passivhausstandard in Norditalien, aber hauptsächlich in den Bergen des Trentino, die noch ein heizlastdominiertes Klima aufweisen.


Um den aktuellen Passivhausstandard zu erfüllen, folgen die Häuser vier generellen Prinzipien, die hier kurz erläutert werden:

1. Hochwärmegedämmte Gebäudehülle.

Die Wände besitzen U-Werte von 0,15 W/m²K oder weniger, was typischerweise 20 bis 40 cm Dämmung entspricht.

Die Fenster besitzen Dreifach-Wärmeschutzverglasung (U-Wert 0,75 W/m²K und g-Wert 50%) und hochwärmegedämmte Rahmen (U-Wert 0,8 W/m²K).

 

2. Vermeidung von Wärmebrücken.

Durch geeignete Anwendung der Dämmung wird der lineare Wärmebrückenverlustkoeffizient auf unter 0,01 W/mK reduziert (Außenmaßbezug).

 

3. Luftdichte Gebäudehülle.

Die Luftwechselrate liegt unter 0,6 /h bei 50 Pa.

 

4. . Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung aus der Abluft.

Passivhäuser besitzen eine kontinuierliche Frischluftversorgung, die für den Bewohnerkomfort optimiert ist. Der Luftstrom ist so eingestellt, dass er gerade die Luftmenge liefert, die für ausgezeichnete Innenraum-Luftqualität benötigt wird. Ein hocheffizienter Wärmeübertrager (Wirkungsgrad > 80%) dient dazu, die Wärme aus der abgesaugten Raumluft auf die ins Gebäude gelangende Frischluft zu übertragen. Die beiden Luftströme werden dabei nicht vermischt. An besonders kalten Tagen kann die Zuluft, falls nötig, nachgeheizt werden. Zusätzliche Frischluftvorerwärmung im Erdwärmeübertrager ist möglich, was den Bedarf an Ergänzungsheizung weiter reduziert.

 

Das Ziel des Projekts Passive-On besteht darin, zu untersuchen, wie die bestehenden Planungsprinzipien angepasst werden müssen, um das wesentlich höhere Einstrahlungsnivau südeuropäischer Länder zu berücksichtigen, die die Heizlasten im Winter reduzieren und die Kühlung im Sommer erschweren.
Viel Wissen und Erfahrung über passive Kühltechniken, teilweise über Hunderte von Jahren gewachsen, ist offensichtlich bereits vorhanden. Das Projekt Passive-On wird untersuchen, wie dieses Wissen ins Passivhauskonzept integriert werden kann. Randbedingungen, die durch die heutigen Städte entstehen, z.B. hohe nächtliche Lärmpegel, Wärmeinseln und Einschränkungen der Ausrichtung, können die Nutzung vollständig passiver Kühltechnologien wie z.B. nächtlicher Querlüftung begrenzen. Aktive Kühltechnologien, die aber in einer hochwärmegedämmten Gebäudehülle mit sehr wenig Energie auskommen, könnten daher ebenfalls eine akzeptable Lösung darstellen.

Der bestehende Passivhausstandard erlaubt es, die baulichen Lösungen in Gebäudeentwürfe zu integrieren, die sich in Bezug auf Ästhetik, Raumaufteilung und Konstruktionsart nicht wesentlich von modernen Gebäuden unterscheiden. Die Häuser werden daher von Familien und Bauträgern gut angenommen. Beim Export des Passivhauskonzepts in wärmere Klimate ist es wichtig, bei der Wahl der Kühlstrategie denselben Grundgedanken der ”Vermarktbarkeit” zu verfolgen.

 

Genauere Beschreibungen der bestehenden Planungsprinzipien sind bei CEPHEUS und beim Passivhaus Institut zu finden.

 

 

Haftungsausschluss :: www.passive-on.org